Admin Szenarioplanung
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Szenario-Bibliothek

Aktiv
Starkwetter
Hochwasserlage Niederrhein
12 Einschübe 90 Min Komplex
Aktiv
USAR
Gebäudeeinsturz Rescue City
10 Einschübe 90 Min Erweitert
Entwurf
MANV
Massenanfall Verletzter - Zugunglück
8 Einschübe 60 Min Erweitert
Aktiv
CBRN
Gefahrstoffaustritt Industriepark
14 Einschübe 120 Min Komplex
Entwurf
Terror
Bedrohungslage Veranstaltungsgelände
6 Einschübe 60 Min Standard
Entwurf
Stabsrahmenübung
Langandauernder Stromausfall
16 Einschübe 120 Min Komplex

Szenario-Grunddaten

Aktiv

Ausgangslage / Initiallage

Vorschau: Lage-Briefing für Teilnehmer

Szenario: Hochwasserlage am Niederrhein - Deichbruch droht

Nach mehrtägigem Starkregen im Einzugsgebiet von Rhein und Niers steigen die Pegelstände seit 48 Stunden. Pegel Emmerich: 4,8 m (kritisch). Im Bereich TBW droht Überflutung tiefliegender Siedlungsgebiete. Erste Keller unter Wasser, Deichabschnitt zeigt Sickerstellen. DWD warnt vor anhaltendem Niederschlag.

Einschübe / Injects

Definieren Sie die Lageänderungen, Eskalationen und Informationseingänge im zeitlichen Verlauf. Jeder Einschub wird zum geplanten Zeitpunkt automatisch an die betroffenen Rollen ausgespielt.

T+00:00 Lage-Briefing und Stabseinrichtung
Eröffnung der Stabsarbeit. Ausgabe des Lage-Briefings an alle Funktionen. Einrichtung der Kommunikationswege und Lagetafel.
Priorität: Standard Empfänger: Alle Funktionen Erwartung: Stabsorganisation aufbauen, erste Lagebewertung
T+00:15 Pegelstand steigt auf 5,2 m - Alarmstufe 3
Neue Pegeldaten: Emmerich 5,2 m, Tendenz steigend. Hydrologischer Dienst prognostiziert weiteren Anstieg um 40 cm in den nächsten 6 Stunden. Deichabschnitt Niederrhein-Süd: Sickerstellen nehmen zu.
Priorität: Hoch Empfänger: S2 Lage, S3 Einsatz Erwartung: Lagefortschreibung, Verstärkung Deichsicherung
T+00:30 Evakuierungsempfehlung für Siedlung Rheinaue
Ordnungsbehörde empfiehlt Evakuierung der Siedlung Rheinaue (ca. 400 Personen). 15% der Bevölkerung weigert sich, die Häuser zu verlassen. Pflegeheim mit 60 Bewohnern benötigt Sondertransport.
Priorität: Hoch Empfänger: S3 Einsatz, S1 Innerer Dienst, Stabsleitung Erwartung: Evakuierungsplan, Transportpriorisierung, Notunterkunft vorbereiten
T+00:45 Deichbruch Abschnitt Süd - Wasser dringt ein
Deichbruch auf 12 m Breite. Wasser flutet landwirtschaftliche Flächen und erreicht in ca. 45 Min die ersten Gebäude. Zufahrtsstraße L480 überspült und gesperrt. THW meldet: Sandsäcke reichen nicht für Notsicherung.
Priorität: Kritisch Empfänger: Alle Funktionen Erwartung: Sofortmaßnahmen, Kräftenachforderung, Bevölkerungswarnung
T+01:00 Medienanfrage - Kamerateam vor Ort
WDR-Team fordert ein Statement zur Lage. Auf Social Media kursieren Gerüchte über Verletzte und weitere Deichbrüche. Bürgertelefon meldet starken Anstieg der Anfragen.
Priorität: Standard Empfänger: S5 Presse, Stabsleitung Erwartung: Pressemitteilung, Social-Media-Monitoring, einheitliche Sprachregelung
T+01:15 Stromausfall in 3 Ortsteilen
Westnetz meldet: Trafostation überflutet. Stromausfall betrifft ca. 2.000 Haushalte inkl. Pflegeheim (Notstromaggregat vorhanden, Diesel für ca. 8 Std.). Mobilfunknetz eingeschränkt.
Priorität: Hoch Empfänger: S4 Versorgung, S6 IT/TK Erwartung: Notstromversorgung priorisieren, Dieselnachschub, Kommunikationsalternativen
T+01:30 Verstärkung eingetroffen - Kräfteverteilung
Nachbarlandkreis entsendet 1 weiteren Löschzug und 2 Rettungsboote. Bundeswehr bietet Amtshilfe mit Sandsack-Logistik an. Freiwilligenkoordination über Bürgertelefon wird schwieriger.
Priorität: Standard Empfänger: S3 Einsatz, S4 Versorgung Erwartung: Einsatzmittelzuordnung, Abschnittsbildung, Führungsstruktur anpassen
… 5 weitere Einschübe (T+01:45 bis T+02:30) …

Beteiligte Rollen / Funktionen

Legen Sie fest, welche Rollen in diesem Szenario besetzt werden sollen. Nicht ausgewählte Rollen werden bei der Übungsdurchführung ausgegraut.

Stabsfunktionen (BBK-Modell)

Führungsebene

Externe Beteiligte (optional)

Auswertungskriterien / Beobachtungsleitfaden

Definieren Sie die Dimensionen, nach denen die Übungsteilnehmer bewertet werden. Diese Kriterien bilden die Grundlage für die strukturierte Nachbesprechung (Debriefing).

Lageverständnis
Korrekte Erfassung, Bewertung und Darstellung der Lage. Nutzung aller verfügbaren Informationsquellen. Erkennen von Lageänderungen und deren Auswirkungen.
Führungsfähigkeit
Klare Aufgabenverteilung, Entscheidungsfreude, Durchsetzung von Maßnahmen. Delegation und Priorisierung unter Zeitdruck.
Kommunikation
Strukturierter Informationsaustausch zwischen Funktionen. Nutzung einheitlicher Meldeformate. Zeitnahe Weitergabe lageentscheidender Informationen.
Stabsorganisation
Einhaltung der Stabsstruktur. Regelmäßige Lagebesprechungen. Dokumentation von Entscheidungen und Maßnahmen.
Zusammenarbeit
Kooperation zwischen Funktionen und Organisationen. Gegenseitige Unterstützung. Umgang mit Konflikten und unterschiedlichen Einschätzungen.
Stressresilienz
Handlungsfähigkeit unter Druck. Umgang mit unvollständigen Informationen, Parallelbelastungen und Störgrößen.